Im Rahmen der Klubklausur der Tiroler Volkspartei im Zillertal stellten Landeshauptmann Günther Platter und Klubobmann Josef Geisler eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Raumes vor. Geisler betonte, dass es „kein Nachteil sein darf, wenn man in einem Tiroler Tal wohnt.“
Tirol soll energieunabhängig werden
Bereits 2030 will die Tiroler Volkspartei ihr Ziel eines energieautarken Tirols umgesetzt haben. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, stellte LH Günther Platter ein Maßnahmenbündel vor: „Wir werden das ambitionierte Ziel, Tirol bis 2030 energieunabhängig zu machen, mit einer Reihe von Maßnahmen erreichen. Dazu gehört die Erhöhung der Energieeffizienz, die Förderung erneuerbarer Energien, die Wiedereinführung der Sanierungsoffensive von Gebäuden sowie der weitere Ausbau der Wasserkraft“. Bereits mehrere Wasserkraftwerke befinden sich zurzeit in der Planungsphase, wie beispielsweise der Ausbau Sellrain/Silz, das Laufkraftwerk bei Telfs mit einem neuen Standort, sowie der Ausbau der Wasserkraft im Kaunertal. Um die Kraftwerke den betroffenen Gemeinden schmackhaft zu machen, sollen diese mit einem Entschädigungsmodell auch finanziell profitieren. Flankiert werden soll der Ausbau der Wasserkraft mit einer weiteren Offensive der Gebäudesanierung. Diese bringt auch einen starken Impuls für den Arbeitsmarkt bzw. für die heimische Wirtschaft, wie man bereits aus Erfahrung weiß. Daneben werden erneuerbare Energien wie die Photovoltaik gefördert. Ein Augenmerk wird auch auf die Energieeffizienz gelegt.
Medical-School gegen drohenden Landärztemangel
„Da viele Ärzte in den nächsten Jahren in Pension gehen, droht in Tirol ein Mangel an niedergelassenen Ärzten auf dem Land. Um die ländliche Versorgung zu sichern, plant die Landesregierung gemeinsam mit Südtirol eine Medical-School, “ lässt Klubobmann Josef Geisler wissen. Der Studiengang soll 80 – 100 Studienplätze umfassen und soll die medizinische Versorgung auf dem Land sicherstellen. „Auf Bundesebene ist das von Landesrat Bernhard Tilg mit ausgearbeitete Reform-Papier zur Gesundheitsreform umzusetzen“, fordert Geisler.
Ausbau des Internet-Breitbandnetzes
Der Siegeszug des Internets ist nun bereits ca. 20 Jahre alt. Die Technologien beim Einsatz der verfügbaren Dienste stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. Internet, Fernsehen aber auch Business-Dienste verlangen nach einem größeren Datenvolumen. Diese kann nur mit Glasfasertechnik erreicht werden. Hier ist der ländliche Raum gegenüber der Stadt klar benachteiligt, da die hohe Kundendichte einer Stadt für einen Anbieter rentabel ist. So sind die Kosten für 500 MB Breitbandkapazität von Innsbruck nach Wien auf beinahe gleich hoch wie die Kosten für die Verbindung von Imst nach Längenfeld. „Diese digitale Kluft gilt es zu beseitigen“, erklärte LH Günther Platter. Es gehe darum, mit entsprechenden Förderungen durch kostengünstiges zur Verfügung stellen von Breitbandkapazitäten auf Freilandstrecken und Mitverlegen von Leerverrohrungen für Glasfaser bei Grabearbeiten innerhalb der Gemeinden entgegenzusteuern.










